Der erste gemeinsame Urlaub und die erste gemeinsame Wohnung

Eine frische Beziehung hat viele erste Male. Der erste gemeinsame Urlaub und die erste gemeinsame Wohnung zählen zu den wichtigsten. Sowohl ein gemeinsamer Urlaub als auch die gemeinsame Wohnung stellen große Bewährungsproben für die Beziehung dar, an denen die Beziehung sowohl wachsen als auch zerbrechen kann. Einige Tipps wollen wir Ihnen jedoch mit auf den Weg geben…

Inhalt

Der erste gemeinsame Urlaub – so funktionierts!

Er ist schon etwas ganz besonderes – der allererste gemeinsame Urlaub. Statt Alltag, Hektik und Stress stehen jetzt Entspannung, Liebe und Romantik auf der Tagesordnung. Im besten Falle jedenfalls. Denn nicht selten entpuppt sich der Liebesurlaub als Beziehungskiller. Krisen sind leider auch in der schönsten Zeit des Jahres möglich. Was sie im ersten Urlaub zu zweit tun und besser lassen sollten und Tipps wie sie es schaffen, auch nach dem Urlaub frisch verliebt nach Hause zu kommen, stellt Ihnen gayParship hier vor.

Gemeinsame Vorstellungen austauschen

Unterhalten Sie sich vor Abreise ausführlich über die jeweiligen Vorstellungen vom gemeinsamen Urlaub. Die einen mögen es eher luxuriös, während die anderen vielleicht einen puritanischen Urlaub bevorzugen. Daher: Besprechen Sie vor der Abreise genau, was Sie alles machen möchten. Koordinieren sie im Anschluss ihre Wünsche und Vorstellungen mit denen Ihres Partners/ Ihrer Partnerin.

Nur noch wenige Tage und dann ist es endlich soweit. Der erste gemeinsame Urlaub steht vor der Tür. Frisch verliebt, voller Vorfreude und in traumhaft hoher Erwartung fiebert man dem freudigen Ereignis entgegen. Der erste Urlaub gemeinsam als Paar soll ganz romantisch und nahezu perfekt werden. Zu hohe Erwartungen an den Urlaubsort, den Partner oder das Wetter erzeugen automatisch Druck und lassen sich nicht oder nur schwer verwirklichen. Dies führt zwangsläufig zur bitteren Enttäuschung und bedeutet Frust, welcher sich schnell am Partner/ an der Partnerin entladen kann. Man sollte sich selbst nicht allzu hohem Druck aussetzen und den Urlaub im gesunden Maße planen. Je ungezwungener man selbst ist, desto mehr kann man sich im Urlaub auf den Gegenüber einlassen.

Überdosis Zweisamkeit

Ähnlich wie bei der ersten gemeinsamen Wohnung wird die Beziehung auch beim ersten gemeinsamen Urlaub auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Vor allem Paare, die noch nicht zusammen wohnen, wünschen sich einen gemeinsamen Urlaub, um die Nähe des anderen Rund um die Uhr genießen zu können. Doch durch die Überdosis Zweisamkeit bahnen sich auch Konflikt schneller an, als es vielleicht im Alltag der Fall ist. Man hat einfach zu viel Zeit und hockt jeden Tag aufeinander. Es empfiehlt sich daher auch im Urlaub das Ein oder Andere alleine zu unternehmen. Gerade wer eine längere Reise plant, sollte auch genügend Zeit für sich selbst einplanen. Nehmen Sie sich neben gemeinsamen Erlebnissen ruhig die Freiheit, auch mal etwas alleine zu unternehmen. Eine kleine Atempause von der ungewohnt intensiven Zweisamkeit hat noch niemandem geschadet – im Gegenteil. Es macht das Wiedersehen umso schöner und man hat wieder neuen Gesprächsstoff.

Eifersucht ist fehl am Platz

Vor allem die lockere Urlaubsatmosphäre steigert die Lust am Flirten. Schaut der Partner/ die Partnerin einer schönen Strandschönheit nach, fühlen wir uns schnell gekränkt, es herrscht eine gereizte Stimmung und der nächste Streit ist so gut wie vorprogrammiert. Oft genügt nur ein Blick und die Stimmung ist im Keller. Sicherlich stecken nicht immer untreue Gedanken oder sonstige Flirtabsichten dahinter. Hüten Sie sich vor dem Flirten mit Anderen und eindeutigen Blicken, wenn diese Ihren Partner/ Ihre Partnerin verletzen könnte. Schenken Sie ihren Partner genügend Aufmerksamkeit. Komplimente für den Liebsten/ die Liebste sind übrigens jederzeit willkommen. Nörgeln sie nicht ständig! Halten Sie sich vor Augen, dass die Urlaubszeit viel zu kurz ist, um sich über Belangloses zu streiten.

Tipps für die erste gemeinsame Wohnung

Was gibt es für ein liebendes Paar Schöneres als gemeinsam zu wohnen: Zusammen einzuschlafen, gemeinsam aufzuwachen, miteinander zu frühstücken und abends nach der Arbeit zu zweit auf dem Sofa zu sitzen und fern zu sehen – oder sich zu unterhalten. Doch das tagtägliche Zusammenleben auf begrenztem Raum kann auch Schwierigkeiten mit sich bringen.

1. Tipp

Sie haben sich entschieden zusammen zu ziehen. Schön! Nun geht es auf Wohnungssuche. Gerade in Ballungszentren wie Hamburg, Berlin oder auch München kann das eine schwierige Aufgabe werden, die Sie nichtsdestotrotz sorgfältig wahrnehmen sollten. Wenn Sie feststellen, dass die Wohnung im Bad kein Fenster hat, führt das schnell zu Frustrationen oder auch Beziehungskrisen, wenn nämlich der eine Partner nicht auf dieses Fenster verzichten kann. Auch wenn es nervt: Besichtigen Sie lieber eine Wohnung zu viel als eine zu wenig. Machen Sie sich vorher eine Checkliste, was Ihnen beiden wichtig ist: Balkon, Badewanne, Helligkeit, Größe, Fenster, Nachbarn zum Feiern.

2. Tipp

Überstürzen Sie nichts! Den absolut perfekten Zeitpunkt zum Zusammenziehen gibt es nicht, aber Sie sollten die rosa Brille wenigstens für eine Weile ablegen und sich wenigstens kurzfragen, ob Sie wirklich schon jetzt mit Ihrer neuen Liebe diesen Schritt wagen möchten. Kennen Sie sich schon gut genug? Kennen Sie alle Macken des Partners oder der Partnerin? Wenn Sie diese Fragen mit einem „Nein“ beantworten, dann finden Sie es heraus – zum Beispiel in einem gemeinsamen Urlaub der auch indem Sie in einer Ihrer Wohnungen für ein paar Wochen zusammenleben und so gemeinsamen Alltag erfahren.

3. Tipp

Ein Umzug ist immer mit großen Veränderungen verbunden. Besonders wenn es aus einem Single-Haushalt in die gemeinsame Wohnung geht. Damit Sie nicht plötzlich „fremdeln“, können Sie diese Veränderungen zelebrieren. Machen Sie schon den Einzug zum Event. Laden Sie Freunde dazu ein, machen Sie ein schönes Essen für die Umzugshelfer. Und vergessen Sie die Einweihungsfeier nicht. So werden Sie schon sehr schnell die neuen vier Wände als Ihr neues Zuhause wahrnehmen und akzeptieren.

4. Tipp

Halten Sie Ordnung! Ist die Wohnung chaotisch, sind Streitigkeiten geradezu vorprogrammiert. Eine gerechte Aufgabenverteilung ist daher wichtig. Finden Sie heraus, was wem Spaß macht, oder besser gesagt, wen welche Arbeit im Haushalt am wenigsten stört.

5. Tipp

Die wahrscheinlich wichtigste Regel ist das gegenseitige Zugestehen von Freiräumen. Es ist das Normalste auf der Welt, dass der Partner/die Partnerin einem irgendwann grundlos auf die Nerven geht. Um dies zu vermeiden, sollten beide weiterhin ihren jeweiligen Freizeitgestaltungen nachgehen oder sich vielleicht gerade nach dem Zusammenziehen bewusst ein Hobby suchen.

6. Tipp

Wenn Sie Ihre Wohnung mit der Partnerin/dem Partner teilen, teilen Sie sie auch mit ihrem/seinem Geschmack. Das kann manchmal in den Augen wehtun. Hier muss Toleranz ganz groß geschrieben werden – selbst wenn Sie der Meinung sind, dass der Geschmack Ihrer Liebe ganz ausgesprochen scheußlich ist und Sie am liebsten das eine oder andere Stück ausversehen mal gerne fallen lassen würden. Es müssen sich beide in der Wohnung wohlfühlen. Kompromisse sind gefragt, mit denen man länger als einige Wochen leben kann.

Es kann sich lohnen, schon gleich Ihr Bild freizugeben – wenn es wirklich gut ist, Sie mit sich im Reinen sind und es Ihrem Interesse entspricht, beim Gegenüber bereits einen visuellen Eindruck zu hinterlassen. Ein attraktives Foto wirkt nachdrücklicher als jedes „Ich sehe jünger aus“. Aber: Schätzen Sie Ihre Frustrationsschwelle realistisch ein. Fragen Sie sich, ob Sie eine Absage auf Ihr Foto beziehen und sich besonders zu Herzen nehmen würden. Viele Mitglieder ziehen es vor, sich zunächst nur über das geschriebene Wort kennen zu lernen.

7 Regeln für dauerhafte Schmetterlinge im Bauch

Damit nach dem gemeinsamen Urlaub und/oder dem gemeinsamen zusammenziehen weiter die Schmetterlinge im Bauch fliegen empfehlen wir folgende Regeln:

1. Kultivieren Sie einen gemeinsamen Humor

„Mit Lachen läuft alles besser“, klingt vielleicht platt. Dennoch ist Humor das beste Beziehungsdoping, das Sie rezeptfrei und ohne Nebenwirkungen bekommen können. Unternehmen Sie gemeinsam Dinge, die Sie zum Lachen bringen.

2. Teilen Sie sich mit

Sie haben ein bisschen Angst, weil Ihnen alles zu schnell geht mit dem neuen Glück? Oder Sie wissen nicht, warum sie/er täglich zweimal mit der/dem Ex SMS austauschen muss? Behalten Sie nicht für sich, was Sie denken und fühlen. Ihre Partnerin/Ihr Partner soll wissen, was in Ihnen vorgeht. Deshalb gestehen Sie sich auch Traurigkeit, Frustration oder Enttäuschung zu. Allerdings sollten Sie ihn auch teilhaben lassen, wenn es Ihnen gut geht!

3. Loben Sie sie/ihn

Sagen Sie ihr/ihm am besten aus der Situation heraus, was Sie an ihr/ihm schätzen. Und wenn es so banale Dinge sind wie das Verhandlungsgeschick beim Kauf des schönen Kronleuchters auf dem Flohmarkt. So vermeiden Sie, dass Ihr Lob als billiges Kompliment aufgefasst wird. Wenn sie/er misstrauisch fragt, ob Sie irgendetwas im Gegenzug für Ihr Lob erwarten, wissen Sie, dass Sie häufiger Ihre Anerkennung zeigen sollten.

4. Nur wer fragt wird schlau

Sie wundern sich, warum beim Stichwort „Büro“ das Lächeln einfriert? Vergessen Sie nicht zwischen all den tausend Dingen mit denen Sie sich täglich auseinander setzen müssen, dass Sie immer wieder fragen, wie es ihrer Partnerin/Ihrem Partner geht, wie es in ihrem/seinem Leben aussieht. Natürlich sind Sie dann auch in der Pflicht, diesen Antworten wirklich zuzuhören und eben Interesse am Leben der/des anderen zu bekunden.

5. Sprechen Sie Ihre Wünsche offen aus

„Möchtest du am Wochenende ausgehen?“, klingt nach einer harmlosen Frage. Doch häufig wird der eigene Wunsch, in diesem Fall: das Dasein als Couchpotatoe mal wieder zu ändern, hinter einer Frage versteckt. Achtung: Damit wollen Sie die Verantwortung für die eigene unbefriedigende Situation einfach weitergeben – und dies führt rasch zu Reibungen. Wenn Sie also ausgehen wollen, sagen Sie das deutlich.

6. Stehen Sie zu Ihrer Langeweile

Langeweile in einer Beziehung empfinden viele als Vorzeichen des drohenden Beziehungsendes. Darüber zu sprechen gleicht beinahe einem Tabubruch. Solange Sie nicht Ihrer Partnerin/Ihrem Partner vorwerfen, dass sie/er Sie langweilt, sollten Sie Ihre Befürchtung nicht verschweigen. Die Gefahr besteht, dass es ihr/ihm genauso geht und Sie sich dann beide getrennt Mittel suchen, gegen die Langeweile anzukämpfen, anstatt dies gemeinsam zu tun.

7. Keine vermeidenden Kompromisse eingehen

Ihr Partner möchte, dass Sie ihn auf eine Veranstaltung seiner Firma begleiten? Ihre Partnerin wünscht sich nichts mehr, als dass Sie ihre Yoga-Leidenschaft teilen? Sie haben aber nicht die geringste Lust dazu, doch um des lieben Friedens willen sagen Sie zu. Selbstverständlich geht es in Beziehungen auch um Kompromisse, aber gehen Sie diese nicht ein, nur um eine Diskussion zu vermeiden. Im Nachhinein werden Sie Ihrer Partnerin/Ihrem Partner solche Situationen vorwerfen. Klären Sie gleich, warum Sie einem dieser Wünsche nicht entsprechen möchten. Und verbinden Sie eine Zusage doch mit der Bitte, dass sie/er dafür Sonntag mit zum Kaffeetrinken bei Ihrer Tante mitkommt.