Gay Singles in Hamburg

Die „schönste Stadt der Welt“ hat mehr zu bieten als Michel und Binnenalster. Als zweitgrößte Stadt Deutschlands ist der Nährboden für die homosexuelle Community mehr als gegeben. Die Partylandschaft wird vielfältiger von Jahr zu Jahr und selbst verstaubte Stammtische und cruising-Areas werden aufpoliert und neu interpretiert. „Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins“ findet jeder, wonach er sucht.

Und ab geht`s: Gay Dating in der Hansestadt

Als Einzugsgebiet für mindestens drei Bundesländer bietet Hamburg das perfekte Leben in einer Metropole mit schwul-lesbischem Flair. Aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen strömen Gays in den Stadtstaat. Ein bisschen dirty? Selbst der Kiez ist mittlerweile zu einem Treffpunkt für Homosexuelle und auch die Partyveranstalter haben davon Wind bekommen.

Doch etwas ruhiger? Ein Schlückchen hier, ein Pläuschchen da, auf der Langen Reihe ist man am schwul-lesbischen Puls der Zeit. Und das jeden Tag. Selbst Wortschöpfungen wie „St. Gayorg“ lassen darauf schließen, dass unmittelbar in der Innenstadt das Leben aufre-gay-nt ist. Altona ist noch immer Partyhochburg der Community. Und auch, wenn alte Liebe nicht rostet, so werden neue Locations und Partys mit Kusshand empfangen und gefeiert. Traditionell anders. Natürlich. Die Community scheint ständig in Bewegung und am wachsen zu sein.

Etwas zurückgezogener gefällig? Auch und gerade das ist im Vergleich zu Köln und Berlin in Hamburg möglich. Das Stadtgebiet ist groß genug und wer den direkten Kontakt zur „partywütigen Jugend“ nicht wünscht, findet reichlich Rückzugsraum, um aus sicherer Entfernung das bunte Treiben zu betrachten. In jedem Stadtteil findet sich ein Plätzchen.

Hamburg, meine Perle

Was unterscheidet Hamburg von anderen Städten? Es sind die Hamburger selbst. Zwar wird das Nordlicht an sich als kühl und distanziert beschrieben, innerhalb der Szene ist davon wenig zu spüren. Nicht ganz so „dreckig“ wie der Berliner schnackt der Hamburger sich doch gerne mal in einen Rausch, ohne dabei selbstverherrlichend zu wirken. Gibt es da etwa noch Alternativen? Wenn der Hamburger Jung oder das Hamburger Deern mal raus wollen, zieht es sie höchstens nach Berlin oder Köln. Für ein Wochenende, manchmal vielleicht für Jahre. Doch wer kehrt nicht gern zurück in eine Stadt, die so en vogue ist, wenn es um die homosexuelle Kultur, die Offenheit der Gesellschaft und die Ruhe im eigenen Heim geht?